Nachdem ich gehört hatte, das der ehemalige Transnet-Chef Norbert Hansen in den Vorstand der Deutschen Bahn AG wechselt, war ich zutiefst empört um nicht zu sagen sauer. Ich dachte dann ein wenig darüber nach und sagte mir, mit dem Vorsatz immer an das gute im Menschen zu glauben, das dieses sicher sehr positiv für die Angestellten der Bahn sein muss.
In dem glauben das Gewerkschaftsfunktionäre nach dem Vorsatz handeln Gemeinwohl vor Eigennutz kann man ja davon ausgehen das der Herr Norbert Hansen nur die “Seiten” gewechselt hat um als neuer Bahnvorstand weiterhin nur das beste für seine Kollegen zu erkämpfen.
Der gute Mann musste viel öffentliche Schelte einstecken, aber er handelte sicher ja nur so um seine Gewerkschaftlichen Ideale an geeigneterer Stelle durchsetzen zu können.
Aber was musste ich kurz darauf lesen, Herr Norbert Hansen redet über “rationalisieren” und über “Stellenabbau”. Meine Empörung und meine Wut sind jetzt wieder da und ich versuche für dieses Handeln eine Erklärung zu finden.
Handelt Herr Norbert Hansen etwa nach dem Vorsatz Eigennutz geht vor Gemeinwohl?
Diese Frage stelle ich mir immer und immer wieder.
Eigentlich geht mich das ganze ja auch nichts an, ich kann diese großen Zusammenhänge sicher auch nicht alle verstehen.
Sollten Gewerkschaften “Co-Management” betreiben oder sollten sie für Ihre Mitglieder da sein? Da sagen einige das eine schließt das andere ja nicht aus, aber ich meine zuviel “Co-Management” lässt Gewerkschaftsfunktionäre vergessen für wen sie da sein sollten.
Es wäre schön wenn durch den Fall Norbert Hansen Gewerkschaftsmitglieder sowie deren Funktionäre wieder näher zusammen rücken würden. Wenn die Gewerkschaften den aktiven Kampf für sich entdecken würden. Wenn Gewerkschaften sich wieder Ihrer Rolle in der Gesellschaft bewusst werden würden. Dann hätte der Fall Norbert Hansen vielleicht was positives. Man soll die Hoffnung ja nicht aufgeben.
Eins hat der Fall Norbert Hansen ja schon bewirkt, ich habe einen Blog begonnen. Ob dieses Positiv ist oder nicht wird aber auch erst die Zeit zeigen ;o)
Einen interessanten Artikel zu diesem Thema findet man in der “Sueddeutschen Zeitung“.
Hochachtungsvoll



































http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,553723,00.html