Die FDP hat, laut Hochrechnungen um 19:00, wohl kräftig zu gelegt. Laut HR-Online hat die FDP Ihr Wahlergebnis von vor einem Jahr um ca. 6,7% auf 16,1% verbessert.
Das gerade die Partei, die man als Ideologisch als gescheitert betrachten kann, ein solches Wahlergebnis erziehlt ist mir vollkommen unbegreiflich. Diese Partei hatte die letzten Jahre nach immer weniger Staat verlangt und eine grenzenlose Freiheit der Märkte gefordert. Eine Partei die weitere Reduzierungen des Sozialstaates fordert und die Staatlichen Handlungsspielräume durch Steuersenkungen noch weiter zurück schrauben möchte. Eine Partei die es nicht verwerflich findet wenn gewisse Manager sich immer höhere Gehälter bezahlen lassen aber im Gegenzug eine Reduzierung des Gewerkschaftlichen Einflusses fordert.
Weniger Sozialstaat, weniger Steuern, weniger Gewerkschaftlichen Einfluss in den Betrieben, mehr Freiheit für die Märkte, mehr Privatisierungen und keine Beschränkungen durch den Staat alles Forderungen der FDP. Kurz gesagt mehr “Raubtierkapitalismus”.
Eigentlich sollte ja die Finanzkrise gezeigt haben das dieser “Raubtierkapitalismus” zu nichts gutem führt sondern nur Not, Elend und Krisen produziert.
Wie man einer solchen Marktradikalen Partei also seine Stimme geben kann werde ich nie verstehen, aber ich habe ja schließlich auch keine Ahnung.
Hochachtungsvoll
PS: Ergänzung 20.01.09 Interview mit Parteienforscher Niedermayer: “Wirtschaftskrise scheint den Liberalen nicht zu schaden”



































[...] Keine Ahnung, aber eine Meinung: FDP legt bei Hessen-Wahl deutlich zu [...]
Dazu bleibt kaum etwas zu sagen, ich habe selbst mehrfach an anderer Stelle die Selbstauflösung der FDP gefordert. Ihre Ideologie ist gescheitert, und das bestreitet sie auch gar nicht – sie ignoriert es bloß.
Zur Forderung von mehr Regulation angesichts der Weltwirtschaftskrise:
“Ein klares Eingeständnis der Falsifikanz der eigenen Position, die die pissgelben Heuchler natürlich so niemals eingestehen werden. Was sagt das aber über eine Partei, wenn sie zugesteht, dass die eigene Position geradewegs in die Apokalypse führt, sie aber trotzdem an dieser Position festhält? Richtig, dasselbe, wie wenn sie in Bayern plötzlich behauptet, sie sei der größte Kontrast zu schwarz…”
Das sind die Wähler, die weder CDU, noch SPD, noch Grüne, noch Die Linke wählen wollen, aber auch nicht in die Kategorie “Nichtwähler” fallen wollen. Davon lebt die FDP.